MEDIENKONZEPT DER KONRAD-AGAHD-GRUNDSCHULE

Leitsatz für unser Schulprofil

Das Lernen und Lehren mit neuen Medien gehört zur alltäglichen Praxis und somit zur Unterrichtskultur der Konrad-Agahd-Grundschule.

Das Medienkonzept der Konrad-Agahd-Grundschule wurde im Jahr 2002 erstellt und im Jahr 2005, 2009, 2011 und 2018 fortgeschrieben.

 

Inhalt

 Konzept als pdf

 

  1. Einleitung

Voller Stolz stellen wir fest, dass die Berlin weite Vorstellung des eEducation-Masterplans im September 2005 an unserer Schule stattfand. Die Konrad-Agahd-Grundschule gehört zu den mehr als 100 Berliner Schulen, die bereits seit dieser Zeit den „eEducation Berlin Masterplan“ pilotieren. Klaus Böger, Senator für Bildung Jugend und Sport, persönlich stellte die Einzelheiten des Masterplans der anwesenden Presse vor.

„Die Informations- und Kommunikationstechnologien gelten als Schlüssel unserer Epoche. Nach allgemeiner Einschätzung kann Deutschland eine zukunftsträchtigen Spitzenplatz im Bildungswesen und damit die Standortvorteile für die Wirtschaft nur unter diesen Bedingungen sichern: in einer lernenden Gesellschaft müssen die Chancen der neuen digitalen Medien und innovativen Werkzeuge für des Lernen konsequent erkannt und genutzt werden.“

Klaus Böger, Senator für Bildung Jugend und Sport.

Die Fortschreibung unseres Modellversuches verbunden mit der Umsetzung des Medienkonzeptes ist für mich Anlass unsere Aktivitäten, Erfolge und auch Misserfolge auf diesem Weg immer wieder zu durchdenken. Wir haben uns früh auf den Weg gemacht, um in der Arbeit mit neuen Medien erfolgreich zu sein. Dies war und ist ein langwieriger Prozess, bei dem immer die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt unseres Handelns standen und stehen.

 

2011 – Jahr der Medienkompetenz in der Bildung

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat im Februar 2011 anlässlich des „Safer Internet Day“ per Videobotschaft in einer Neuköllner Schule das Jahr 2011 zum „Jahr der Medienkompetenz in der Bildung“ ausgerufen. Senator Zöllner: „Der kompetente und verantwortungsvolle Umgang mit den Digitalen Medien stellt eine ernsthafte Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Gerade Kinder und Jugendliche gehen oft sehr unbeschwert mit dem Internet um. Dies ist eine Herausforderung für die Bildungsarbeit, die Schülern, Schülerinnen, Eltern und Lehrkräfte einbeziehen muss.“

 „Cyber-Mobbing“, „Happy Slapping“, Hass-Communities im Internet und der Missbrauch der Plattformen von sozialen Netzwerken sind ernsthafte Verletzungen der Persönlichkeit Anderer. „Hier werden wir künftig noch schneller und konsequenter handeln müssen“, stellte Senator Zöllner fest. Mit dem „Internet-Seepferdchen“, dem Medienkompetenz-Nachweis für Grundschülerinnen und Grundschüler, hat die Senatsbildungsverwaltung bereits einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung unternommen. Nun wird auch ein vergleichbares Zertifikat für den Sekundarbereich entwickelt.

Pressemitteilung vom 08.02.2011

 

In einer Pressemitteilung vom 08.09.2011 stellte die Staatssekretärin für Bildung, Familie und Jugend, Claudia Zinke, die Ergebnisse aus der aktuellen Evaluation des „eEducation Berlin Masterplans“ vor. Die Ausbreitung der informationstechnischen Bildung und die Entwicklung von Medien-kompetenz konnte in den letzten fünf Jahren entscheidend befördert werden. „Wir haben die Anzahl der Computer in den Schulen auf fast 50.000 Geräte erhöht. Auf einen PC kommen jetzt sechs Schülerinnen und Schüler, vor fünf Jahren waren es noch fast zwölf. Auch die Ausstattung mit elektronischen Tafeln, den ‚Interactive Whiteboards’, konnte auf über 1.000 Stück erhöht wer-den. Für dieses Maßnahmenpaket hat die Senatsbildungsverwaltung rd. 37 Mio. € zur Verfügung gestellt“, so Staatssekretärin Claudia Zinke. „Die Lehrkräfte haben durch entsprechende Fortbildungen ihre individuelle Medienkompetenz entscheidend erhöht.“ Über 27.000 Pädagoginnen und Pädagogen haben von 2007 bis 2011 in ihrer Freizeit Fortbildungskurse nach dem Masterplankonzept besucht, 90 % haben eine positive Bilanz der Kursinhalte für die Anwendung im schulischen Alltag gezogen.

„Neue technische Entwicklungen stellen uns vor immer neue Herausforderungen. Berlin beschreitet daher einen richtigen Weg, der konsequent vorangetrieben werden muss“, resümierte Claudia Zink.

Wir bedanken uns hier ausdrücklich für die Bereitschaft unserer Kolleginnen und Kollegen die viel Zeit und Elan für die Vielzahl an Lehrerfortbildungen aufgebracht haben, und es noch tun. Weiterhin bedanken wir uns für die Unterstützung und das Vertrauen der Schulleitung, ohne die diese positive Entwicklung und unsere Erfolge nicht möglich gewesen wären. Diese gemeinsamen Anstrengungen tragen nun für die Ausbildung unserer Schüler Früchte.

Berlin im Juli 2013 / September 2018

IT-Betreuer Aust / Pazicky / Hauswald

 


 

 

  1. Aktuelle und bisherige Projekte

Unsere Schule hat sich diese hervorragende Ausstattung in vielen Projekten selbst erarbeitet. An dieser Stelle möchte ich die Projekte ganz kurz darstellen.

 

Teilnahme an CidS! Projekten

Intel 1

Die Konrad-Agahd-Grundschule wurde im Jahr 2001 regionales Schulungszentrum für die Region Neukölln. Das gesamte Kollegium nahm an dieser Fortbildung teil.

 

Intel 2

Die Konrad-Agahd-Grundschule wurde im Jahr 2004 eine von 14 Pilotschulen des Landes Berlin im Rahmen der Fortbildungsinitiative Intel II: Lehren für die Zukunft – online lernen und gemeinsam trainieren. Fast das gesamte Kollegium nahm an dieser Fortbildung teil.

 

Etwinning

eTwinning  fördert europäische Schulpartnerschaften, die über das Internet geknüpft werden.

„e“ steht dabei für „elektronisch“ und „Twinning“ für „Partnerschaft“. Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, -fächer und Jahrgangsstufen können sich mit ihrer Klasse beteiligen. Wer bereits eine Partnerschule hat, kann den Kontakt per Internet vertiefen. Wer eine neue Partnerschule sucht, kann sich eine passende Schule in den 28 teilnehmenden Ländern Europas aussuchen.

Unsere Schule hat sich für dieses Projekt registrieren lassen.

 

Pilotschule Servererprobung

Erprobung einer Teststellung für den Berliner Standardschulserver durch t-systems im Schuljahr 2003/2004. Erprobung einer Teststellung für den Berliner Standardschulserver durch Apple im Schuljahr 2004/2005.

 

Partner@school

In enger Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt Neukölln, der Deutschen Telekom in Berlin und der CidS-gGmbH erfolgte im Jahre 2001 die Umsetzung des Konzeptes in Neukölln für die Konrad-Agahd-Grundschule. Das Partnerschaftskonzept Partner@School der Deutschen Telekom: Die Idee besteht darin, dass sich grundsätzlich beide Partner -Schulen und Firmen- einbringen können. Durch die Aufteilung des Internetklassenzimmers in einzelne Module können Unternehmen wie Maler, Elektriker oder PC-Ladenbesitzer die Elektroausstattung, die Vernetzung oder das Verbrauchsmaterial sponsern. Damit bringen die Unternehmen aus der Nachbarschaft der Schule ihre Image fördernde Eigenleistung für ihre Kunden von morgen. Die Koordinierung zwischen den Beteiligten sowie die Betreuung in der Realisierungsphase bis hin zur Abnahme des Internetklassenzimmers erfolgte durch Cids! Unterstützt wurde das Konzept durch den Berliner Senat und die Bezirksbürgermeister aller Berliner Stadtbezirke.

 

2.Platz für Partner@School im D21-Best-Practice-Wettbewerb 2002

Am 14.11.2002 wurde das Partnerschaftskonzept Partner@School der Deutschen Telekom und des engen Kooperationspartners CidS!gGmbH mit dem 2.Preis im bundesweiten D21-Best-Practice-Wettbewerb ausgezeichnet.

 

EDMOND (Elektronische Distribution von Bildungsmedien on demand) Elektronische Mediendistribution in Berlin

Das Medienzentrum stellt den Schulen im Bereich der Stadt Berlin für ein Jahr Medien zum Download via Datennetz zur Verfügung. An diesem Projekt sind 10 ausgewählte Berliner Schulen beteiligt.

 

Einsatz von Wlan verbundenen Handhelds und Laptops zur Steigerung der Effektivität von Lernzielkontrollen (Firma De-com)

Die Konrad-Agahd-Grundschule testete ein neuartiges System der Firma De-Com. Die Erprobungs-phase begann am 4.September 2006 und wurde im Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen. Die Laptops eignen sich auch im Rahmen der Differenzierung im Unterricht besonders gut. Das Feedback der Lehrer ist in diesem Zusammenhang sehr positiv.

 

Einsatz von Apple-Tablets im Unterricht

Im Schuljahr 2018/19 wurde eine Klasse mit 16 Apple-Tablets ausgestattet. Dabei geht es vor allem um eine individuelle Förderung von Schüler/-innen mit besonderen Schwierigkeiten im Rechnen mithilfe des Einsatzes von Tablets im Hinblick auf eine multimediale Unterstützung.

 

Schulpartnerschaft im Rahmen von eTwinning

Das folgende Projekt wurde mit dem Qualitätssiegel 2009 ausgezeichnet.

Konrad-Agahd-Grundschule Berlin, Deutschland

Szkoła Podstawowa nr 13 im.króla Stanisława Leszczyńskiego, Leszno, Polen

Kurzbeschreibung: Die Kinder der Klasse 3b schickten die ersten Sätze der Geschichte nach Polen, die polnischen Kinder setzten die Geschichte mit den nächsten Sätzen fort. Zum Schluss wurde die Geschichte von beiden Gruppen illustriert.

Titel: Vom Satz zur Geschichte Dauer: Drei Monate Sprachen: Deutsch

Fächerblöcke: Darstellende Kunst, Theater, Musik, Tanz, Europa, Fächerübergreifend, Medien, Sprache und Literatur.

Alter der SchülerInnen: 9-12

 

Comeniusprojekt "Märchen aus den Spielzeugland"

Seit Juli 2009 nahm die Konrad Agahd Schule mehrmals an einem Comeniusprojekt teil. Hier brachten sich 5 europäische Schulen ein. Im Herbst 2009 besuchten wir das erste Planungstreffen in Zatec (Tschechien). Die anderen Schulen stammten aus Rumänien, der Slowakei und Polen.

 

„Kreidefreie Schule“

Seit September 2010 ist die Konrad-Agahd-Schule kreidefrei. So befindet sich in jedem Klassenraum ein Interaktives Whiteboard der Firma Smart. Entsprechende Fortbildungen wurden absolviert.

 


 

 

Dolphin Secure „Fingerabdruckscanner“

Im Juni 2011 pilotierte die Konrad-Agahd-Schule das Projekt. Der Einsatz der Fingerabdruckscanner und die Bereitstellung einer kindgemäßen Lernplattform sollte das Surfen in der Grundschule im Bereich 5 bis 9 Jahre sicherer machen. Da System erlaubte auch einen Gebrauch im häuslichen Bereich.

 

Comeniusprojekt „Musik ohne Grenzen“

Der Antrag auf Verlängerung des Comeniusprojektes wurde im September 2011 genehmigt. Das neue Thema lautet „Musik ohne Grenzen“.

 

10 Jahre „Anerkannte Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz“

Im Oktober 2011 feierten wir unser 10 jähriges Jubiläum mit Vertretern der Senatsbildungsverwaltung und vielen Freunden, die uns den ganzen Zeitraum logistisch und materiell unterstützt haben. Rückblickend können wir konstatieren, dass der Einsatz der neuen Medien im Unterricht an unserer Schule zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

 

Smart-User-Day 2011

Im Herbst 2011 fand an unserer Schule der Smart-User-Day statt. Der stetige Einzug von Interactive Whiteboards in die Berliner Schule macht es zwingend erforderlich Fortbildungen anzubieten. Daraus resultierend fand eine umfangreiche Fortbildung zum Thema Einsatz von Interactive Whiteboards der Firma Smart an unserer Schule statt. Neben den Fortbildungen gab es genügend Raum, um sich auch in kleinen Gruppen zu diesem Medium auszutauschen

 

Comeniusprojekt 2012/13 „Musik ohne Grenzen“

Im August 2013 wurde unser Comeniusprojekt erfolgreich abgeschlossen. Neben vielen tollen Projekten (Ziele siehe unten) wurden auch viele neue Freundschaften geschlossen.

  • Überwindung gegenseitiger Vorurteile durch das persönliche Kennenlernen in der gemeinsamen Arbeit, das Entstehen neuer Freundschaften und das Vertiefen der bereits entstandenen Freundschaften.
  • Leichteres Lernen der Fremdsprache durch Singen von Liedern.
  • Inhalte des Projekts mit den jeweils Fächer übergreifenden Bezügen zu Geschichte, Werken, Spracherziehung und Bildender Kunst
  • Jedes Land präsentiert einen seiner klassischen Komponisten.
  • Präsentation von Volkstänzen
  • Kennen lernen von Musikinstrumenten
  • Bauen einfacher Musikinstrumente
  • Zusammenhang von Sprache und Musik erkennen
  • Texte zu Melodien dichten
  • Texte vertonen
  • Bildergeschichten mit eigenen Texten gesanglich begleiten (Moritaten)
  • Kinderlieder
  • Lieder, die Lernprozesse begleiten
  • Lieder in Europa
  • moderne Musik der Länder
  • Popmusik, als Teil der Länder übergreifenden Jugendkultur erfahren
  • Wettbewerb nach Art des europäischen Song Contest
  • Comenius-Hymne komponieren und dichten

 

Brieffreundschaft mit einer Schulklasse aus Neuseeland

Zielstellung:

Die SchülerInnen der Konrad-Agahd-Grundschule entwickeln seit dem Schuljahr 2017/18 eine Brieffreundschaft mit einer Schulklasse aus Neuseeland. Zu Beginn sollte eine einfache Brieffreundschaft zu Gleichaltrigen mit dem Ziel stattfinden, die Schüler und Schülerinnen zum Schreiben zu animieren und zu motivieren. Mittlerweile hat sich diese Zielstellung aufgrund der Distanz und der Zielschule geändert. Die Schüler und Schülerinnen lernen einen anderen Schulalltag von Gleichaltrigen kennen, sowie ihre Traditionen und Gebräuche. Des Weiteren wird dieses Projekt aufgrund der Sprachbarrieren in den Englischunterricht verlagert und fortgeführt.

Ablauf:

  • In regelmäßigen Abständen schreiben die Schüler und Schülerinnen der Konrad-Agahd-Schule (zu Beginn in deutscher Sprache, nun zunehmend in englischer Sprache) einen Brief an die Schüler und Schülerinnen aus New Zeeland
  • die deutschen Briefe werden von der dortigen Lehrerin übersetzt
  • die englischen Briefe übersetzt zunehmend unsere Englischlehrerin

die Briefe werden mit verschiedenen Materialien, wie Bilder, Projektarbeiten, Souvenirs, Fotos uvm. gesammelt und versendet

 

Das Projekt eGovernment@School

„Das Projekt eGovernment@School wurde 2009 vom Berliner Senat ins Leben gerufen. 2015/16 fand eine Neuausrichtung der Projektstrategie statt. Anstatt einer dezentralen Lösung verfolgen wir nun den Aufbau und den Betrieb einer zentralen IT-Plattform für die Verwaltungsarbeitsplätze aller öffentlichen Berliner Schulen.“

https://www.egovschool-berlin.de/bsm (am 02.09.2018 um 08:55Uhr)

 

Im Schuljahr 2017/18 wurde sukzessiv „die Zentrale Schulverwaltungsumgebung basierend auf einer Terminalserverlösung“ an der Konrad-Agahd-Schule eingeführt. „Der dezentrale Administrations-, Datenschutz- und IT-Sicherheitsaufwand wird so zu einem sehr großen Teil in ein zentrales Rechenzentrum verlagert.“

https://www.egovschool-berlin.de/node/1094 (am 02.09.2018 um 09:00Uhr)

 

Open Roberta in Berlin

„Berührungsängste abbauen, Begeisterung fördern – Technik und Naturwissenschaften können richtig Spaß machen. In spannenden Roboter-Kursen lernen Schüler/innen spielerisch programmieren. Dafür bildet die Fraunhofer-Initiative „Roberta® – Lernen mit Robotern“ www.roberta-home.de in Kooperation mit Google Berliner Lehrkräfte aus. Roberta ist ein Leitprojekt des eEducation Berlin Masterplan.“ Seit dem Schuljahr 2017/18 bietet unsere Schule wieder eine Roberta-AG an.

http://masterplan.be.schule.de/calliope-und-open-roberta-in-berlin/(am 02.09.2018 um 09:20Uhr)

 

Lernraum Berlin

Der Lernraum Berlin ist ein Leitprojekt des eEducation Berlin Masterplans. Das Angebot des „Lernraum Berlin“ wird von ca. 1 600 Lehrerinnen und Lehrer genutzt, die für ihre Klassen bzw. für ihre Lerngruppen sog. „Kursräume“ eingerichtet haben. Über 80.000 Schülerinnen und Schüler nutzen bzw. nutzten den „Lernraum Berlin“ bisher. Er stellt allen Berliner Lehrer und Lehrerinnen kostenfrei online Kursräume und Lerninhalte für Unterricht und Schulorganisation zur Verfügung.

  • Beispielkurse für Unterricht, Fortbildung und Schulorganisation
  • Fortbildungen zur pädagogischen Nutzung einer Lernplattform
  • didaktisch-methodische nutzbare Werkzeuge digitalen Lernens

Seit dem Schuljahr 2016/17 nutzt auch die Konrad-Agahd-Grundschule diese Plattform.

 


 

 

  1. Basis unserer Medienarbeit

Zur Umsetzung dieser Überlegungen setzt die Konrad-Agahd-Grundschule seit 2001 ein Medienkonzept ein, das ständig weiter entwickelt und fortgeschrieben wird:

Medienbildung / Beschreibung des Modellversuchs

„Schulische Medienbildung versteht sich über alle Schulstufen hinweg als ein dauerhafter, pädagogisch strukturierter und begleiteter Prozess des kreativen Umgangs sowie der konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit der von verschiedenen Interessen geprägten Medienwelt, ihren sich stetig verändernden Medientechnologien und -inhalten in allen Medienarten sowie der Reflexion des eigenen Mediengebrauchs.“ Dieser Dynamik trägt auch das Lehren und Lernen mit digitalen Medien Rechnung. Dabei kommt der Entwicklung eines Problembewusstseins in Bezug auf Informationssicherheit und insbesondere auf das Recht des Einzelnen, selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen, eine hohe Bedeutung zu.

Medienbildung knüpft an die Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schüler an. „Medienbildung eröffnet zahlreiche Gelegenheiten vielfältiger individueller und kollektiver Kompetenzentwicklung.“ Medienbildung ist eine bedeutsame Bildungs- und Erziehungsaufgabe, die in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus bewältigt wird und dabei auch die konsequente Umsetzung des Jugendmedienschutzes im Interesse der Kinder und Jugendlichen mit einbezieht.

„Medienkompetenz bezeichnet die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und verantwortliches Handeln in einer von Medien wesentlich mitbestimmten Welt notwendig sind. Medienbildung ist verbindliche Querschnittsaufgabe aller Fächer und berücksichtigt das Lernen mit und über Medien. In allen Fächern bieten sich vielfältige Gelegenheiten, die Medienwelt, alle Medienarten und deren Inhalte zum Lerngegenstand zu machen, sie zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Die Gelegenheit zu eigener produktiver Gestaltung fördert das Verständnis medialer Wirkungsweisen.“ Dementsprechend unterstützt Medienbildung im Sinne des Lernens über Medien die fachübergreifende Kompetenz zur Analyse, Bewertung und Reflexion von Texten, Alltagserlebnissen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Auseinandersetzung mit Medien(-inhalten) als Lerngegenstand fördert zudem die Fähigkeit, im eigenen Medienhandeln sowohl Chancen als auch Risiken zu erkennen und aktiv gestaltend wie auch sozial verantwortungsbewusst im Umgang mit Medien zu handeln.“

Kompetenzmodell Medienbildung

Medienkompetenz beinhaltet folgende Kompetenzbereiche, die in vielfältigen Wechselbeziehungen stehen und inhaltliche Zusammenhänge sowie notwendige Schnittmengen aufweisen:

 

Quelle: Teil B - Fachübergreifende Kompetenzentwicklung, Basiscurriculum Medienbildung

 

Das Medienkonzept der Konrad-Agahd-Schule baut auf dem Basiscurriculum Medienbildung auf. Die Medienkompetenz wird schon ab dem ersten Schuljahr vor allem im Rahmen des PC-Unterrichts fächerübergreifend entwickelt. Als Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz berücksichtigt die Konrad-Agahd-Schule Medienbildung in jedem Fach. Das schulinterne Curriculum jedes Faches rechnet mit der Entwicklung der oben erwähnten Medienkompetenz.

 

Ausgangslage:

Die 14. G verfügt seit Mitte der 90iger Jahre über umfangreiche Erfahrungen im computergestützten

Unterricht, wie z. B.:

  • Einsatz von Computern im Förderunterricht
  • Internetrecherchen im Rahmen des Fachunterrichts
  • Einbindung von Unterrichtsmaterialien aus dem Internet
  • Erfolgreiche Teilnahme (beste Grundschule Berlins, bundesweit unter den besten 5 Grundschulen) am Road-Ahead-Price 2000 der Firma Microsoft
  • Multimediaprojekt im Rahmen des Microsoft-Partnerschulen-Programms
  • Erstellung einer regelmäßig erscheinenden Schülerzeitung im Rahmen einer AG
  • Erstellung und Pflege der schuleigenen Homepage (www.agahd.de)
  • Alle Kollegen der 14. G verfügen über PC-Erfahrung und haben regelmäßig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen unterschiedlicher Träger (Lisum, Cids, VHS, eigenfinanzierte Privatkurse) besucht.
  • Grundlagen des Programmierens im Rahmen der ROBERTA-AG
  • Nutzung von Tablets und Laptops im Unterricht
  • Musikproduktion mit Ableton-Programm im Rahmen der Musik-AG.

 


 

 

Struktur des Modells:

Der Modellversuch gliedert sich in die fünf nachstehend aufgeführten Bausteine:

Baustein 1:

Basiskurse für die Klassenstufen 1-4

Im Baustein 1 werden die Grundlagen der Medienkompetenz entwickelt.

Es handelt sich vor allem um die folgenden Kompetenzbereiche:

Informieren:

  • Informationsquellen und ihre spezifischen Merkmale
  • Suchstrategien
  • Prüfung und Bewertung von Quellen und Information
  • Informationsverarbeitung

Kommunizieren:

  • Verantwortungsbewusstsein, Angemessenheit und Adressatenbezug
  • Kriterien, Merkmale und Strukturen medialer Kommunikation
  • Kommunikationsbedingungen in der Mediengesellschaft

Analysieren:

  • Orientierung im Medienangebot
  • Gestaltung, Aussage und Botschaft von Medienangeboten
  • Bedeutung und Wirkung von Medienangeboten

Reflektieren:

  • Eigener Mediengebrauch
  • Die Konstruktion von Wirklichkeit durch Medien

Zeitlicher Umfang: 1 Teilungsstunde pro Woche und Kind

 

Zielsetzung: Entdeckendes Lernen am Computer.

 

Basiskurs A für 1. und 2. Klasse:

In spielerischer Form entdecken die Kinder den Computer. Umgang mit der Maus (mit Hilfe von adäquaten Softwareprogrammen). Erste Tastaturfunktionen einüben (Rechenlernprogramme wie z. B. Alfons Rechnen 1 und 2). Einsatz von einfachen Lernprogrammen (Der Die Das, Oriolus, Kinderwebadressen, usw.). Unterstützendes Einsetzen des Computers beim Leselernprozess (Alfons Deutsch 1 und 2, Oriolus, Der Die Das). Erstes Schreiben von Texten am Computer (z. B.: Im Rahmen der Aufsatzerziehung schreiben die Kinder mit Hilfe einer Textverarbeitung eigene kleine Texte oder erste einfache Wörter und Sätze zu Fibelanlässen, Tippen lernen mit Tipptrainer). Kontinuierlicher Einsatz von therapeutischen Lernprogrammen (Audilex, Karolus, Rechen-Smilie, usw.). Das erste Malen am Computer mit dem Programm Paint.

 

Basiskurs B für 3. Klasse:

Zeitlicher Umfang: 1 Teilungsstunde pro Woche und Kind

 

Zielsetzung: Computerkompetenz

Ca. 39 Stunden, die unten vorgegebenen Stundenzahlen sind als Vorschlag zu verstehen.

Inhalte:

  • Bedienung des Computers. (3 Stunden)
  • Einschalten und Ausschalten des Computers, sorgfältiger Umgang mit dem Arbeitsplatz.
  • Besprechung des Regelkataloges für das Verhalten im Computerraum.
  • Aufbau eines Computers (Benennung der einzelnen Teile). (3 Stunden)
    • Welche Teile befinden sich im Computer?
    • Kompetenz über die wesentlichen Termini einer IT-Hardwareausstattung.
    • Speichermedien nennen.
  • Die Tastatur (5 Stunden)
    • Welche Tasten haben welche Funktionen?
    • Kompetenz im Umgang mit einer handelsüblichen Computertastatur.
    • Tastaturdiktat als Lernzielkontrolle.
    • Optional: Anbahnung des 10-Finger-Schreibens mit einer kindgemäßen Software. (z. B. Tipptrainer)
  • Sicherheit im Umgang mit einer Textverarbeitung (8 Stunden)
    • Einfache für den Grundschulbereich wichtige Funktionen einer Textverarbeitung kennenlernen.
    • Erkennen, dass die wesentlichen Funktionen übertragbar sind auf andere Programme.
    • Schreiben von einfachen Texten aus dem Deutsch- und Sachkundeunterricht.
    • Speichervorgang am Beispiel einer Textverarbeitung erlernen.
  • Kompetenz im Umgang mit dem Schulserver (4 Stunden)
    • Vergabe eines Benutzernamens und eines Passwortes.
    • Anmeldung und Abmeldung am Server.
    • Speicherung der durch Schüler erstellten Dateien auf dem Server.
    • Abruf und Weiteverarbeitung der gespeicherten Dateien.
  • Der Dateimanager am Beispiel des Explorers (8 Stunden)

o Anlegen und Löschen von Ordnern.

o Aufbau einer Ordnerstruktur mit einem kindlichen Inhalt.

o Berücksichtigung vorgegebener Konventionen.

o Kopieren, verschieben, löschen von Dateien.

o Umbenennen von Dateien.

  • Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen lernen und anwenden (8 Stunden)

o Erlernen der wichtigsten Funktionen am Beispiel eines ausgesuchten Betriebssystems. (z.B. Systemsteuerung, Desktopgestaltung, usw.)

 

Die Evaluation erfolgt durch einen Multiple-Choice Test, wahlweise in gedruckter oder digitaler

Form.

 


 

 

Basiskurs C für 4.Klasse:

Zeitlicher Umfang: 1 Teilungsstunde pro Woche und Kind

 

  1. Zielsetzung: Onlinekompetenz

Ca. 38 Stunden, die unten vorgegebenen Stundenzahlen sind als Vorschlag zu verstehen.

„In der Lebenswirklichkeit von Kindern nehmen Medien eine zentrale Rolle ein. Sie gebrauchen die Medien ebenso selbstverständlich wie Erwachsene. Nach Spaß und Spannung ist der Wissenserwerb bei Kindern der häufigste Motivationsgrund, um Medien zu nutzen. Bücher, Radio, Fernsehen, Computer und Internet bieten Kindern ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu bilden. Um den Erfahrungs-, Erlebnis- und Informationshorizont von Kindern zu erweitern, sollten Schulen Medien als Bildungsmaterial von Anfang an bereithalten. Vor allem das Internet stellt dabei eine wertvolle Ergänzung zum Schulbuch dar. Vielfältige, kindgemäß aufbereitete und aktuelle Informationen lassen sich mithilfe des Internets in den Unterricht einbauen. Dennoch werden digitale Medien noch nicht selbstverständlich in den Unterricht integriert, auch wenn die technische Ausstattung der Schulen in den letzten Jahren deutlich ausgebaut wurde. Neben fehlenden praxistauglichen Medienkonzepten bestehen bei Lehrkräften und Eltern häufig Unsicherheit und Angst vor möglichen Gefahren, wenn es um die Internetnutzung durch Kinder in der Schule geht.“

Quelle: Internet ABC

 

Für die Erarbeitung der Onlinekompetenz wird das von den Medienanstalten Deutschlands kostenlos angebotene Material des Internet ABC´s verwendet. Es bietet dem Pädagogen in vorbildlicher Weise die für diese Altersstufe relevanten Onlinethemen an, welche sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form vorliegen. Abgerundet wird das Angebot durch ein umfassendes didaktisch aufbereitetes Handbuch.

Inhalte:

Surfen und Internet

  • Unterwegs im Internet – so geht’s! (4 Stunden)
    • Grundlagen
    • Der Browser
  • Suchen und finden im Internet (2 Stunden)
  • So funktioniert das Internet – die Technik (2 Stunden)
  • Mobil im Netz – Tablets und Smartphones (4 Stunden)

Mitreden und Mitmachen – selbst aktiv werden

  • E-Mail und Newsletter – Post für dich (2 Stunden)
  • Chatten und Texten – WhatsApp und mehr (2 Stunden)
  • Soziale Netzwerke – Facebook und Co. (2 Stunden)
  • Online-Spiele – sicher spielen im Internet (2 Stunden)

Achtung die Gefahren im Internet – So schützt du dich

  • Lügner und Betrüger im Internet (2 Stunden)
  • Viren und andere Computerkrankheiten (2 Stunden)
  • Werbung, Gewinnspiele und Einkaufen (2 Stunden)
  • Cybermobbing – kein Spaß! (4 Stunden)
  • Datenschutz – das bleibt privat! (2 Stunden)

Lesen, Hören, Sehen – Medien im Internet

  • Text und Bild – kopieren und weitergeben? (2 Stunden)
  • Filme, Videos und Musik – was ist erlaubt? (2 Stunden)

Die Evaluation erfolgt durch das erfolgreiche Ablegen des „Surfscheins“ oder das erfolgreiche Bestehen des „Internet Seepferdchens“ (2 Stunden)

 

  1. Zielsetzung: Leseförderung mit Antolin

Ca. 20 Stunden

Antolin ist ein innovatives Online-Programm zur Leseförderung von Klasse 1 bis 10. Die Medien „Buch“ und „Internet“ werden integrativ zusammengeführt.

Antolin auf einen Blick:

  • fördert die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität
  • steigert die Lesemotivation
  • überprüft das Textverständnis durch Quizfragen zu den Buchinhalten
  • bietet Quizfragen:
    • zu Klassikern und Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur
    • zu Lesebuch- und anderen Lehrwerkstexten, Nachrichten sowie Gebrauchstexten
    • auf drei Niveaustufen
  • hilft Kindern, denen das Lesen noch schwer fällt, mit der Vorlesefunktion
  • eignet sich zur sinnvollen Differenzierung
  • verbindet das Lernen in der schule mit dem Lesen am Nachmittag
  • fördert die Medienkompetenz
  • stellt ein hilfreiches Auswertungsinstrument für Lehrkräfte dar

Quelle: www.antolin.de

 

  1. Zielsetzung: Verkehrserziehung

Verkehrserziehung        

  • Fahrradausbildung
  • Fahrrad/-teile
  • Verkehrsschilder
  • Prüfung

 


 

 

Baustein 2:

Klassenübergreifende Aufbaukurse für die Klassen 5 und 6

Im Baustein 2 wird auf den Kompetenzbereichen des ersten Bausteines aufgebaut und zusätzlich kommen die folgenden Bereiche dazu:

Produzieren:

  • Medientechnik
  • Medienproduktion als planvoller Prozess
  • Gestaltung von Medienproduktionen
  • Herstellung von Medienprodukten
  • Veröffentlichung von Medienproduktionen

Reflektieren:

Medien in Politik und Gesellschaft

Zeitlicher Umfang: Jeweils 2 Teilungsstunden pro Klasse und Woche

 

Zielsetzung: Intensivierung und Ausbau der Basiskenntnisse.

Aufbaukurse für 5. und 6. Klasse. Inhalte:

  • Multimediapräsentationen (PowerPoint, Prezi)
    • Präsentationsmittel
    • Folien
    • Vortrag
  • Filmbildung - Lernvideos
    • Filme lesen, machen, kontextualisieren
  • Webseitengestaltung (www.primolo.de)
  • Fotobearbeitung (Paint, GIMP)
  • Musik am Computer (Audacity)
  • Mediennutzung
    • Medien im Alltag (u.a. Handy)
    • Reflexion des Medienverhaltens
    • Regeln für den Medienkonsum
  • Gaming
    • Arten/Risiken von Spielen

Programmierung (www.code-your-life.org)

 

 

Baustein 3:

Internetrecherchen im Fachunterricht und Einsatz von Lernprogrammen

Die im Baustein 1 und 2 erlangten Kompetenzbereiche der Medienkompetenz der SchülerInnen werden im Fachunterricht angewendet und weiterentwickelt. Dadurch wird die Komplexität der Medienwelt wahrgenommen.

 

Zielsetzung: Der Computer als Lernhilfe im Unterricht

In den Fächern NaWi, GeWi, Kunst, Deutsch, Musik wird das Internet verstärkt zur Informationsbeschaffung genutzt. Da die Klassenräume vernetzt sind, ist eine Internetrecherche auch in den nichtgenannten Fächern und somit in den unteren Klassenstufen möglich. Auch Lernprogramme wie beispielsweise Alfons (Deutsch und Mathematik, Klasse 1-6, Netzwerkversion), Oriolus (Deutsch und Mathematik, Klasse 1-6, Netzwerkversion) und Sharewareprogramme mit schulischen Themen werden im Förderunterricht eingesetzt.

Alle Programme sind über das Netzwerk in jedem Klassenraum verfügbar.

Der Einsatz von Whiteboards und vor allem Laptops und Tablets in den Klassenräumen ermöglicht auch im Klassenverband die Erarbeitung von Onlineinhalten oder das Abarbeiten von Lernprogrammen. Die Nutzung des Internets dient auch der Aktualisierung der Unterrichtsinhalte. In den unteren Klassen wird die Onlinemöglichkeit zur Visualisierung von Begriffen insbesondere bei Kindern mit Sprachdefiziten eingesetzt.

 


 

 

 

Baustein 4:

PC-AG - Onlinekompetenz

Anhand der selbstständigen Arbeit der SchülerInnen mit dem Internet werden durch die Begleitung der Lehrkraft vielfältige Wechselbeziehungen und inhaltliche Zusammenhänge der einzelnen Kompetenzbereiche der Medienkompetenz wahrgenommen.

 

Zielsetzung: Eigene Erfahrungen im Internet sammeln

Kinder, die im Basiskurs C eine Internetkompetenz erworben haben, dürfen einmal in der Woche nachmittags die PC-AG besuchen und unter Aufsicht surfen.

 

Baustein 5:

Schülerzeitung, Roberta-AG, Musik-AG

Der Fokus liegt im Kompetenzbereich Produzieren. Die Voraussetzung ist das Erlangen der Grundlagen der Medienkompetenz, da diese wieder die Voraussetzung für die Entwicklung der Begabungen der SchülerInnen darstellt.

 

Schülerzeitung

Zielsetzung:

Erstellen von 1 – 3 Schülerzeitungen pro Schuljahr, je nach Leistungsstand der teilnehmenden Schüler

  • Dabei verbessern sie ihre Fähigkeiten im Sprechen, Zuhören, Lesen, Rechtschreiben und Texte verfassen.
  • Sie steigern ihre Medienkompetenz, lernen gezielt Informationen im Internet zu suchen und diese kritisch zu hinterfragen.
  • Die Schüler gewinnen mehr Routine im Umgang mit dem Computer, besonders mit Textverarbeitungsprogrammen.
  • Durch Partner- und Teamarbeit wird die soziale Kompetenz gestärkt.

Inhalt:                                              

Die Schüler der Zeitungsredaktion schlagen Themen für die Schülerzeitung vor, sie beraten und entscheiden gemeinsam über Beiträge für die nächste Ausgabe. Mit Hilfe der Lehrer erarbeiten die Schüler die entsprechenden Beiträge, meistens in 2er-Gruppen. Die Zeitung wird am Computer geschrieben, in der Schule gedruckt, von den Schülern sortiert, gefaltet und anschließend von ihnen in den Hofpausen verkauft.

 

Roberta-AG

Zielstellung: Roberta nutzt die Faszination von Robotern, um Schülerinnen und Schüler für Informatik und Technik zu begeistern und ihr Selbstvertrauen in ihre technischen Fähigkeiten zu stärken. Dabei erweist sich der Genderaspekt als wesentlich, um die bislang ungenutzten Potenziale des weiblichen Nachwuchses zu fördern.

Inhalt: Roboter bieten einen auf Technik bezogenen Zugang zur Informationstechnik. Softwaretechnik und Rechnerarchitektur werden ebenso angesprochen wie Arbeitsorganisation, Projektplanung und wichtige Grundlagen der Mathematik. Dabei werden fachliche Kenntnisse und Methodenwissen erworben. Nicht- fachliche Kompetenzen, sogenannte Soft Skills wie etwa Teamfähigkeit, werden gefördert und Interagieren, Kommunizieren, Präsentieren und Dokumentieren geübt.

 

Musik-AG

Zielstellung: Die SchülerInnen vertiefen die in der Freizeit oder den Arbeitsgemeinschaften erlangten Fähigkeiten im Bereich Rhythmik sowie Instrumentenkunde und setzen diese praktisch um. Die SchülerInnen ohne Vorwissen werden an die zuvor genannten Bereiche herangeführt. Die Teilnehmer kommen in den Genuss einer fächerverbindenden Vorgehensweise, indem die die Musik-AG eng mit den Lehrkräften des Deutsch- und PC-unterrichts zusammenarbeitet.

Inhalt: Die SchülerInnen beschäftigen sich mit verschiedenen Rhythmen, welche durch Bodypercussion eingeübt und anschließend auf Perkussionsinstrumenten sowie dem Schlagzeug umgesetzt werden. Als textliche Grundlage dienen Gedichte, deren Inhalte u.a. die Lebensumstände und/oder das Alltagsleben der SchülerInnen thematisieren. Diese werden in pop-musikalische Songstrukturen eingebettet und mit weiteren Bandinstrumenten untermalt. Abschließend werden die musikalischen Ergüsse der SchülerInnen mit Hilfe einer Software für Musikproduktion (Ableton) aufgenommen.

 


 

 

  1. Qualitätskontrolle und Evaluation:

Die schulinterne Qualitätskontrolle wird durch vom Kollegium erstellte Curricula für die einzelnen Kurse, durch von den Schülern zu erbringenden kursspezifischen Leistungskontrollen und durch regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch in der Fachkonferenz „Medienbildung“ sichergestellt. Weiteres Zeugnis unserer Arbeit sind die im Laufe der Jahre entstandenen Multimediaprojekte unserer Schüler.

 

Evaluation der IT-Arbeit

Seit einigen Jahren setzen wir an unserer Schule Computer auf mehreren Gebieten ein. Der zukunftsweisende Einsatz dieser neuen Medien für die computerunterstützte Unterrichtsarbeit wurde an unserer Schule nur möglich durch den unermüdlichen Einsatz und unzählige zusätzliche Arbeitsstunden engagierter Kollegen.

Da wir in der Konrad-Agahd-Grundschule computerunterstütztes Lernen schon lange erfolgreich praktizieren, haben wir uns das Ziel gesetzt, diesen Bereich noch wesentlich zu erweitern. Die wichtigsten und für unsere Schule Profil bildenden Bereiche unserer Arbeit mit Computern waren und sind: Computerpflichtunterricht, Internetarbeit, Kieler-Lese-Rechtschreibaufbau, Arbeitsgemeinschaften und Förderunterricht in diversen Fächern. Darüber hinaus soll das Medium Computer, welches in unserer Gesellschaft einen immer größeren Raum einnimmt, auch in unserem Unterricht, und zwar in allen Fächern einschließlich der Sprachförderung, eine noch wichtigere Rolle spielen. Hierbei geht es nicht nur um die Anwendungskompetenz für einen Computer und der dazugehörigen Software, sondern auch und verstärkt um die Erschließung des Onlinebereiches und der Onlinekompetenz, sprich des Internets.

Seit September 2001 ist die Konrad-Agahd-Grundschule anerkannte Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz. Im Jahre 2007 haben die ersten Schüler den gesamten IT-Lehrplan unseres Konzepts durchlaufen. Seit diesem Zeitpunkt evaluieren wir die von uns angestrebten Lernziele. Die Lernzielbögen werden am Ende des Schuljahres in der 3. Klassenstufe eingesetzt. Sie dienen als Kontrolle für die im PC-Unterricht vermittelten Inhalte. Der Leistungsstand der SchülerInnen wird hiermit gemessen. Weiterhin sollen uns die aufgezeigten Ergebnisse Aufschluss über unsere eigene Arbeit geben. Nur ein ständiges Hinterfragen der gewählten Unterrichtsmethoden und der Wille zu Verbesserung der eigenen didaktischen Ansätze werden zu einem Qualitätsanstieg der Computer- und Onlinekompetenz unserer Schüler führen.

Am Ende der 4. Klassenstufe (Onlinekompetenz) werden die Arbeitsergebnisse mit Hilfe von Online

Tools evaluiert. Verbindlich wird hierbei das von der Senatsbildungsverwaltung empfohlene eEducation Masterplan-Tool „Internet-Seepferdchen“ eingesetzt. Zusätzliche genutzte Werkzeuge zur Evaluierung sind die Online Tools „Die Internauten“ (http://internauten.fsm.de/) und/oder das „Internet-ABC“ (http://www.internet-abc.de). Das Abarbeiten und Überprüfen der Inhalte in diesen Lernplattformen wird somit dem Schwerpunkt der 4. Klassenstufen, der Onlinekompetenz, in ausgezeichneter Weise gerecht.

Die schulinterne Qualitätskontrolle wird weiterhin durch vom Kollegium erstellte Lernschwerpunkte für die einzelnen Kurse, durch von den Schülern zu erbringenden kursspezifischen Leistungskontrollen und durch regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch in der Fachkonferenz „Medienbildung“ sichergestellt. Weiteres Zeugnis unserer Arbeit sind die im Laufe der Jahre entstandenen Multimediaprojekte unserer Schüler der Klassen 5 und 6. Voraussetzung für diese Ergebnisse sind die erfolgreiche Bearbeitung der Schwerpunkte Computerkompetenz in der 3. Klassenstufe und Onlinekompetenz in der 4. Klassenstufe, die am Ende des jeweiligen Schuljahres durch einen informellen Test und Online-Tests evaluiert werden.

IT-Team der Konrad Agahd Grundschule

September 2018

 

Schlusswort

Den Kindern Medienkompetenz mit auf den Weg zu geben ist nur ein Anliegen unserer Schule. Ein weiteres ist es den Unterricht mit digitalen Medien anzureichern und ihn so auch Kindern aus bildungsfernen Familien schmackhaft zu machen. Das Arbeiten am Computer, Laptop oder Tablet ermöglicht eine leichtere Binnendifferenzierung und Förderung. Der Einsatz digitaler Medien in der Schule ist die unabdingbare Voraussetzung für die Vorbereitung auf das Leben in der heutigen Informationsgesellschaft. Das Lernen und Lehren mit neuen und über neue Medien gehört folglich zur alltäglichen Praxis und somit zur Unterrichtskultur der Konrad-Agahd-Schule.

Verfasst von Wolfgang Aust und fortgeschrieben von  Michal Pažický