Entwicklungsvorhaben 2018/19 -2019/20

Konzept: Begabtenförderung

Einrichtung einer Lernwerkstatt im Bereich MINT – Sprache- Musik

Zielstellung:

Die SchülerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, eigenständig, kompetent entdeckend, forschend, welt- und ergebnisoffen zu lernen. Zu diesem Zweck sollen sie sich kritisch mit ihrer Umgebung auseinandersetzen, sie hinterfragen und sich selbstständig neue Erkenntnisse aneignen sowie vorhandenes Wissen und bestehende Interessen vertiefen und verknüpfen. Die Lernenden erwerben die notwendige "Fachsprache", um ihre Ideen und Fragestellungen miteinander auszutauschen, bringen ihr Vorwissen ein, lernen es, Erwartungen zu formulieren, sich auf Handlungsschritte zu verständigen und Beobachtungen zu beschreiben und Ergebnisse zu interpretieren. Insbesondere beim gemeinschaftlichen Musizieren zeigt sich zudem, dass nur das gemeinsame Spiel zu einem (Klang-) Erfolg führt. Des Weiteren sollen folgende Sach- bzw. Fachkompetenzen erweitert werden:     

  1. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, ein Instrument (Keyboard) zu erlernen.
  2. Die Lernenden tauschen Erfahrungen und (Vor-)Kenntnisse aus, finden sich je nach Interessenlage in Untersuchungsgrüppchen zusammen, ergänzen sich gegenseitig und unterstützen sich in der Durch-/Ausführung ihrer Projekte. Auf diese Weise schulen die Lernenden ihre Sozialkompetenz und Beziehungsfähigkeit im Allgemeinen und festigen und vertiefen gleichzeitig ihre Kompetenzen im sozialen Lernen.
  3. Die Lernenden nutzen verschiedene Medien und Materialien zur Wissenserweiterung und -vertiefung, wodurch sie u.a. ihre Handlungs- und Medienkompetenz stärken und befähigt werden, selbstständig Lösungsstrategien zu entwickeln und zielführend anzuwenden.
  4. Die Lernenden wenden neu erworbenes Wissen an, testen es und reflektieren ihre Ergebnisse. Anschließend stellen sie sich gegenseitig ihre selbstständig gewählten Themen vor, erläutern für andere nachvollziehbar ihre Fragestellungen und wie sie vorgegangen sind/was sie entdeckt haben, was ihre Lernergebnisse sind. Im musischen Bereich werden eigene Kompositionen vorgetragen und/oder es erfolgen Solospiele.
  5. Die Lernenden erfahren den Wert und die Notwendigkeit möglichst präziser Beschreibungen und nutzen die in diesem Kontext erworbenen sprachlichen, aber auch nicht-sprachlichen Kommunikationsmittel weitgehend spontan und automatisiert.
  6. Die Lernenden lernen eigeninitiativ, ausdauernd, konzentriert und nachhaltig. Sie werden befähigt, das eigene Können zu reflektieren und selbstständig nach Lösungsansätzen für Verbesserungen zu suchen. Dadurch steigert sich die Lernmotivation. Die Fehlertoleranz und Kritikfähigkeit werden verbessert. Könnenserfahrungen und Erfolgserlebnisse im gemeinsamen Handeln, Forschen und Musizieren bestärken die Lernenden in ihrem Selbstbild, in ihrem Selbstvertrauen und in ihrem Selbstwertgefühl.

Inhalt:

  1. Musischer Bereich:
  •  -wöchentlich stattfindende Keyboardkurse( 3 a 60min) jahrgangsübergreifend Kl.1-6 in  
  •    Zusammenarbeit mit der mobilen Musikschule "Greifmusic":                                                    
  •  -Zuhören und Beobachten
  •  -Noten-und Pausenwerte                                                                           
  •  - Klaviatur und Musikalphabet                                                                      
  •  -Takt und Taktart                                                                                 
  •  -Fingersatzübungen, Auftritte                                                                                        

 

  1. Einrichten einer Lernwerkstatt:

Den Lernenden soll die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre Umwelt zu hinterfragen und aktiv zu erforschen, indem sie sich bspw. mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Phänomenen, mit Sprache oder mit Kommunikationsstrukturen auseinandersetzen. Dies kann sowohl die verschiedenen zwischenmenschlichen Kommunikationsformen betreffen, auch unter dem interkulturellen Aspekt, es kann aber auch die Mensch-Maschine-Kommunikation in Betracht gezogen werden. Insgesamt sollen die Lernenden ermutigt und befähigt werden, eigene Fragestellungen zu formulieren und selbstständig individuelle Lernwege (durch Ausprobieren) zu finden. Diese selbstständige Erarbeitung soll durch Lerntagebücher, Versuchsprotokolle und Präsentationen unterstützt werden. Die beiden Bereiche, der sprachlich-kommunikative und der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich, werden im Rahmen der Lernwerkstatt eng miteinander verknüpft sein.

 

2.1. Mathematisch-naturwissenschaftlicher Bereich:                                               

 -wöchentlich 3 jahrgangsübergreifende Kurse: Klasse1/2,Klasse3/4, Klasse 5/6 a 90 min)       Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Themenfeld erhalten die Lernenden die Möglichkeit, sich mit ihrer Umwelt (und sich selbst) auseinanderzusetzen und ihren Interessen und Fragen in diesem Bereich in Anlehnung an die Curricula des Mathematik-, Sach- bzw. NaWi-Unterrichts aktiv forschend nachzugehen: Sie sollen ihre Rolle in der Umwelt erleben, Objekte und Subjekte in ihrer Umgebung bewusst wahrnehmen und hinterfragen und Zusammenhänge und Prozesse erkennen, erfahren sowie nachvollziehen lernen. Die Lernwerkstatt stellt Material bereit, das es ermöglicht, vertiefenden Fragestellungen u.a. in den Bereichen * Erde - * Körper und Sinne - * Messen und Maße (inklusive Zeit) - * Wasser - * Magnetismus aktiv forschend nachzugehen.  

 

2.2.Sprachlich-kommunikativer Bereich (wöchentlich 3 jahrgangsübergreifende Kurse:

Klasse 1/2, Klasse 3/4, Klasse 5/6) Konkret heißt das für das sprachlich-kommunikative Themenfeld, dass bei der sprachlichen Kommunikation zwischen laut- und schriftsprachlichen Themen unterschieden wird: Im Bereich der Schriftsprache soll den Lernenden bspw. die Entdeckung ermöglicht werden, dass sich verschiedene Sprachen teilweise unterschiedlicher Schriftsysteme bedienen. Die Kinder erkennen die Willkürlichkeit der gewählten Zeichen und sollen verschiedene Erfahrungen im Bereich der Schrift machen. Denkbar wären u.a. * das Erfinden einer eigenen Schrift; * die Beschäftigung mit und Analyse von sog. Geheimschriften: Was sind die Regeln und Gesetzmäßigkeiten? Welche sind leichter zu knacken, welche schwerer? * Die Auseinandersetzung und das Experimentieren mit sog. unsichtbaren Schriften (wie bspw. Essig-, Zwiebel-, Zitronen-, Milch-, Tintenkillerschrift): Welche Flüssigkeiten eignen sich? Wie und warum werden sie wieder sichtbar? * Lesen mit den Fingern: Tastmemory; "Blinde Kuh"; Beschäftigung mit der Braille-Schrift. Im Bereich der Lautsprache setzen sich die Kinder kritisch und altersentsprechend mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten des Deutschen und der verschiedenen familiären Herkunftssprachen der Kinder unserer Schule auseinander: * Welche Sprachen klingen ähnlich(er)? Warum/wodurch klingen Sprachen gleich/unterschiedlich: "Robotersprache" im Deutschen - Welchen Einfluss hat es auf das Gesagte, wenn man die Prosodie des Gesagten verändert, bspw. bewusst falsch einsetzt oder gänzlich weglässt? * Sind wir in der Lage, in uns unbekannte Sprachen Wortgrenzen zu erkennen? Aus wie vielen Sätzen/Wörtern bestand das Gehörte? * Betrachten von lautlichen Interjektionen oder sprachbegleitender Gestik: Werden sprachübergreifende dieselben Mittel verwendet? Ist die Bedeutung sprachübergreifend gleich? * Erarbeiten von "Fachbegriffen/einer Fachsprache", um meine Fragestellungen, Beobachtungen und Ergebnisse im mathematisch-naturwissenschaftlichen (oder musischen) Bereich für andere nachvollziehbar darzustellen.

                                                                                                                                                                       2.3. Ferienprojektwoche (eine Woche 30 Stunden:

In der  Projektwoche werden  Aspekte des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs und des sprachlich-kommunikativen Bereichs betrachtet.

 

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen1-6

Ansprechpartner: Frau Dr. Klitsch(gss-schulpartner), Frau Hanyildiz, Herr Berger