Konzept:   Bibliothek in „ Konrads Insel“

Zielstellung:

Ziel der Schülerbibliothek ist es, den Kindern Wege zur Informationsbeschaffung aufzuzeigen sowie Interesse an Büchern/am Lesen zu wecken bzw. zu stärken. Da durch den PC-Unterricht der Umgang mit Computer und Internet bereits geübt wird, liegt der Schwerpunkt der Bibliothek auf dem Umgang mit analogen (klassischen) Medien. Allerdings werden Antolin-Bücher in Verbindung mit der Online-Überprüfung des Wissens eingesetzt, hierbei wird das sinnentnehmende Lesen und inhaltliche verstehen geübt.

 

Inhalt:

Recherche/Buchauswahl/Leseförderung

Um ein Buch zu finden, müssen die Kinder sich folgende Fragen beantworten:

  • Was möchte ich lesen? Einen bestimmten Titel oder etwas zu einem bestimmten Thema?
  • Soll es ein Sachbuch oder eine Geschichte sein?
  • Auf welchem Niveau lese ich?
  • In welcher Sprache möchte ich lesen?
  • Wo in der Bibliothek kann ich das Buch finden?

 

Es werden schwerpunktmäßig Bücher, aber auch Zeitschriften, Hörbücher und DVDs nach verschiedenen Systemen geordnet bereitgestellt. Die Kinder suchen je nach gewünschtem Titel und Leseniveau im Autorenalphabet, in verschiedenen Sach- oder Themengruppen (Tiere, Fantasie, Märchen, Kunst...), in Bilderbuchkisten oder nach einem Farbsystem (z.B. blaue Punkte für Leseanfänger). Auch die Recherche am Bibliotheks-PC durch die Kinder wird unterstützt.

Um den Kindern spielerisch die gezielte Informationsbeschaffung sowie die Nutzung von Nachschlagewerken zu vermitteln, wird ein Frage-Antwort-Spiel genutzt.

 

Bibliotheksnutzung der Schüler nach Klassenstufen

Die Zusammenarbeit mit LehrerInnen und ErzieherInnen erfolgt überwiegend durch die Klassenlehrerinnen und die den Klassen zugeordneten ErzieherInnen. In den ersten Klassen werden die Kinder bei der pünktlichen Rückgabe der Medien unterstützt, indem Rückgabetermine in die Hausaufgabenhefte eingetragen werden. Für alle Klassen besteht das Angebot, Bücherkisten zu bestimmten Themen zusammenzustellen oder Arbeitsgruppen in die Bibliothek zu schicken, damit sie dort bei der Informationssuche und der Lösung der Aufgaben unterstützt werden.

Die Angebote an die Klassen werden individuell mit den KlassenlehrerInnen abgestimmt und sind auch von der Gruppenstärke abhängig. Grundsätzlich orientieren sich die Angebote an die Klassen an folgendem Zielrahmen:

  1. Klasse: Regelmäßiger Bibliotheksbesuch in Begleitung einer Erzieherin (wöchentlicher Termin mit jeweils einer halben Klasse, jedes Kind ist alle 14 Tage in der Bibliothek). Die Kinder lernen die Bibliothek als Aufenthaltsort kennen und schätzen, sie finden sich in der Systematik zurecht und lernen den Umgang mit Büchern und anderen Medien. Die Kinder wählen sich selbst Literatur aus, schauen sie allein oder zu mehreren an und entdecken die Vielfalt der angebotenen Themen. Auf Wunsch und nach Möglichkeit wird vorgelesen. Die Kinder erhalten Leseausweise, dürfen jeweils ein Buch entleihen. Die ErzieherInnen oder KlassenlehrerInnen werden über fällige Medien und Gebühren informiert und unterstützen die Kinder beim Einhalten der Abgabetermine.
  2. Klasse: Die Kinder besuchen die Bibliothek 14-tägig in Begleitung einer LehrerIn oder ErzieherIn. Zu Beginn jeder Bibliotheksstunde stellen Kinder freiwillig ihre beim letzten Besuch entliehenen Bücher vor. Die Kinder wählen sich selbst Bücher aus, die sie entleihen möchten. Die Erwachsenen geben Empfehlungen, welche Titel geeignet sind und lesen auf Wunsch vor.
  3. Klasse: Die Kinder besuchen die Bibliothek 14-tägig in festen Gruppen. Jedes Kind wählt sich selbst Bücher zum Entleihen aus. Zusätzlich bilden die Kinder feste Paare und wählen sich selbst ein Buch aus, das sie sich abwechselnd vorlesen.
  4. Klasse: Die Kinder besuchen die Bibliothek 14-tägig. Sie wählen sich selbstständig Literatur zu ihren Interessengebieten und zu aktuellen Unterrichtsthemen aus. Die Kinder lesen sich weiterhin paarweise vor, zusätzlich werden Titel vorgegeben.
  5. Klasse: Die Kinder besuchen die Bibliothek regelmäßig und arbeiten in Kleingruppen. Sie lesen (still oder sich abwechseln vorlesend) und erarbeiten vorgegebene Literatur, vertiefen Unterrichtsthemen oder lösen von den Lehrern vorgegebene Aufgaben. Hierbei soll auch die Nutzung von Nachschlagewerken erlernt werden.
  6. Klasse: Die Bibliothek wird von den Schülern und Schülerinnen überwiegend selbstständig genutzt. Gemeinsam wird altersgerechte Literatur in der Bibliothek gelesen und besprochen.

 


 

 

Weitere Arbeitsschwerpunkte

Bibliotheksdienst / Juniorbibliothekare

Die Kinder werden bei Interesse in die Arbeitsabläufe eingewiesen. Dabei steht die Arbeit am PC (Ausleihe, Rückgabe, Eingeben neuer Bücher) im Vordergrund, aber auch das Aufräumen, die Unterstützung der kleineren Kinder sowie die physische Vorbereitung der Medien (Stempeln, Einschlagen in Folie usw.) zählen dazu.

1x im Jahr organisieren die Juniorbibliothekare einen Wettbewerb für die gesamte Schule. Dafür wählen sie ein Thema, gestalten Teilnahmezettel mit verschiedenen Aufgaben sowie ein Plakat und werben bei Sponsoren für Preise. Den Gewinnern übergeben die Juniorbibliothekare selbst die Preise.

 

Kooperation mit internen und externen Gruppen

Das Elterncafé der Schule nutzt die Bibliothek an einem Nachmittag in der Woche. Parallel wird in der Küche gebacken / gekocht und in der Bibliothek von einer Lesepatin des Projektes Librileo  vorgelesen. Auch hierbei sind überwiegend kleinere Kinder anwesend. Durch die Kooperation wird der Wert der Schülerbibliothek als Lern- und Erlebnisort vermittelt und die Akzeptanz der Eltern für Bibliotheksbesuche und Buchausleihen erhöht.

Die Schülerbibliothek steht interessierten Gruppen, z.B. Kitas aus dem Kiez auf Absprache zur Verfügung. Die Bibliotheksmitarbeiter unterstützen den Besuch durch Fachwissen und Arbeitsmethoden.

 

Verantwortlichkeiten:

Frau Kirchberg- Hassouni  öffnet montags, dienstags und freitags die Bibliothek. Weiterhin wirbt sie im Elterncafe für eine Nutzung der Bibliothek, lässt die Kinder im Hort ihre ausgeliehenen Bücher „präsentieren“ und übernimmt alle anfallenden Aufgaben im Bereich Ausleihe, Rückgabe, Ausweiserstellung sowie physische Vorbereitung der Medien. Frau Kirchberg- Hassouni ist 8,5 Stunden/Woche in der Bibliothek tätig.

Frau Seefeldt betreut alle Klassen und Kinder, die am Mittwoch und Donnerstag die Bibliothek besuchen. Sie erstellt die Mahnungen, übernimmt alle rein bibliothekarischen Tätigkeiten sowie alle anfallenden Buchreparaturen. Weiterhin gestaltet sie mit den Kindern Ausstellungen, entwickelt Langzeitprojekte, hält den Kontakt zur örtlichen Buchhandlung, führt eine Bücherwunschliste, weist LehrerInnen und ErzieherInnen in die Bibliothek ein.  Frau Seefeldt ist 12,5 Stunden/Woche in der Bibliothek tätig

 

Projektideen für die weitere Entwicklung der Schülerbibliothek

  • Kinder lesen für Kinder (Junior-Lese-Paten)
  • Buchvorstellungen: Lehrer und Erzieher stellen Kinderbücher für Schüler vor
  • Kinder stellen ihre „Helden“ vor: Recherche und Vorstellung
  • Sonderveranstaltungen
  • (Autoren)lesung

 

Beteiligung an regionalen, bundesweiten und internationalen Terminen:

  • Vorlesetag
  • Indiebookday
  • Welttag des Buches
  • Berliner Märchentage
  • Berliner Bücherinseln
  • Weltgeschichtentag
  • Bilderbuchkino

 

Derzeit nutzen elf Klassen und eine Kita die Bibliothek regelmäßig. Dazu kommen die großen Pausen, die oft überlaufen sind, so dass Kinder auf den Hof geschickt werden müssen. Viele Kinder nutzen die Bibliothek gerne als Aufenthaltsraum, um gemeinsam zu lesen, Hausaufgaben zu machen oder sich gegenseitig Literatur vorzustellen.

Die Bibliothek verfügt über 2324 Medieneinheiten, größtenteils Bücher in deutscher Sprache.

 

Zielgruppe:

  • alle Schülerinnen der Klassen 1-6
  • alle PädagogInnen
  • Eltern

 

Ansprechpartner:

Frau Pflügl

 


 

 

Bibliotheksplan 2018/19